MIA SAN HEIMSPIELSTÄTTEN |
Groundhopping in den AnfangsjahrenQuelle der Fotos und des Textes im Original übernommen von: www.fcbayern.com (Offizielle Homepage des FC Bayern) ![]() Die Anfangsjahre des FC Bayern waren geprägt von der Suche nach einer fußballerischen Heimat. Nach der Vereinsgründung am 27. Februar 1900 diente erst einmal der städtische Spielplatz an der Schyrenstraße nahe der Isar als Trainingsplatz. Dort bestritt der FC Bayern im März auch sein erstes Spiel, das gegen den 1. Münchner FC mit 5:2 gewonnen wurde. Auch an der Theresienwiese (1900), Clemensstraße (1901-05) und Karl-Theodor-Straße (1906-07) wurde gespielt.
Richtig heimisch wurden die Bayern erstmals 1907, als sie in das neue und für damalige Verhältnisse hochmoderne Stadion an der Äußeren Leopoldstraße umzogen. Mit seiner überdachten Tribüne bot die Anlage (im Bild) als erstes Fußballstadion in München Schutz vor Wind und Wetter. Außerdem war der Platz, auf dem rund 8.000 Zuschauer die Spiele der Bayern verfolgen konnten, umzäunt. So konnte man Eintrittsgeld verlangen. Das Eröffnungsspiel gewann der FC Bayern im September 8:1 gegen den FC Wacker München.
Insgesamt 15 Jahre lang (bis 1922) trugen die Bayern an der Leopoldstraße ihre Heimspiele aus. Danach wechselten die Spielstätten erneut (1922-23: Platz des MTV 1879 München an der Marbachstraße / 1923-25: Platz des FC Teutonia an der Lerchenauer Straße), ehe die Ära Grünwalder Stadion begann. Das Olympiastadion![]() Meisterschaften markieren den Anfang und das Ende der Bayern-Zeit im Münchner Olympiastadion. Am 28. Juni 1972 bestritten Franz Beckenbauer, Gerd Müller & Co. dort das erste Spiel und nahmen nach einem 5:1-Sieg gegen Schalke 04 zum dritten Mal in der Klubgeschichte die Meisterschale entgegen. 33 Jahre später, am 14. Mai 2005, verabschiedeten sich Michael Ballack, Oliver Kahn & Co. mit einem 6:3 gegen den 1. FC Nürnberg vom weiten Rund mit dem charakteristischen Zeltdach - erneut hielten sie nach dem Schlusspfiff die Meisterschale in Händen.
Der Umzug vom Grünwalder Stadion ins Olympiastadion war eine wichtige Weichenstellung in der FCB-Geschichte. Die anlässlich der Olympischen Spiele 1972 erbaute Arena war nicht nur eine architektonisch reizvolle Arena, sondern setzte Maßstäbe, von denen der FC Bayern profitierte. Als erstes deutsches Stadion verfügte es über eine Rasenheizung, einen VIP-Bereich sowie ein Spielfeld, das mit einer Größe von 105x68 Metern die Kriterien für ein Elitestadion erfüllte.
Aufstieg zur nationalen Dominanz69.256 Zuschauer (57.456 Sitzplätze, 11.800 Stehplätze) fanden im Olympiastadion Platz, in der Regel wurden aber nur 63.000 Karten verkauft, da die Sicht in den unteren Sitzplatzreihen (1 bis 4) wegen der Bandenwerbung eingeschränkt war. Finanziell eröffnete das Stadion den Bayern neue Möglichkeiten, die sie zu nutzen wussten. Die Ära Olympiastadion steht so auch für den Aufstieg des FC Bayern zur nationalen Dominanz und in die internationale Topklasse.
Von insgesamt 751 Spielen im Olympiastadion gewann der FC Bayern imposante 552. Nur 70 Niederlagen (129 Remis) stehen zu Buche. Die Torbilanz ist mit 1.993:692 Treffern ebenfalls beeindruckend. Die Grundlage zu 23 nationalen und 8 internationalen Titeln legten die Bayern im Oly, das auch Spielstätte der WM 1974, der EM 1988 sowie dreier Endspiele im Landesmeistercup war und seit 1997 unter Denkmalschutz steht.
Abschied 2005Heute wird das Stadion, das im Eigentum der Landeshauptstadt München steht, hauptsächlich für Open-Air-Konzerte, Public Viewing und Motorsport-Rennen genutzt. Als Fußballstadion galt es seit den 90er Jahren mit seiner Laufbahn und nicht vollumfänglichen Überdachung als nicht mehr zeitgemäß. 2005 zog der FC Bayern schließlich in die Allianz Arena um. Die Allianz Arena - Wohnzimmer des FC Bayern![]() Wenn es Nacht wird über München, entfaltet sie ihre ganze Pracht. Dann strahlt die Allianz Arena in einem imposanten Rot, das auch von so manchem Alpen-Gipfel aus noch zu sehen ist. Wie ein Ufo liegt die Arena im Norden der bayerischen Metropole und hinterlässt bei jedem Betrachter einen bleibenden Eindruck. Am Tag genauso wie in der Nacht.
Innerhalb kürzester Zeit hat sich das im Mai 2005 eröffnete Stadion zu einem Wahrzeichen der Stadt München entwickelt. Laut einer Forsa-Umfrage hatte es die Allianz Arena bereits nach nur drei Jahren geschafft, die beliebteste Sportstätte Deutschlands zu sein, und zählt zu den Top Ten der wichtigsten Nationaldenkmäler. Mit jährlich rund vier Millionen Besuchern hat das Stadion mehr als doppelt so viele wie das Schloss Neuschwanstein (1,4 Millionen) und ist damit die am meisten besuchte Attraktion des Freistaates Bayern. 2.760 Kissen und 380.000 LED-LampenFür die außergewöhnliche Aura der Arena, die von ihrer leuchtenden Außenhülle geprägt wird, sind die Architekten Jaques Herzog und Pierre de Meuron verantwortlich. 2.760 rautenförmige Kissen bilden auf 66.500 m² die größte Membranhülle der Welt, die von 380.000 LED-Lampen erleuchtet wird. 6.000 m² Gastronomiefläche bieten den Fans ein Rundum-sorglos-Paket. Geparkt wird im größten Parkhaus Europas, das fast 10.000 Stellplätze für die Besucher bereithält.
Der Weg zum Bau der Allianz Arena war lang. Bereits 1997 wurde der Wunsch nach einem neuen Stadion formuliert. Doch es dauerte bis zum Jahr 2001, ehe richtig Bewegung in die Sache kam. Der FC Bayern und der TSV 1860 München schlossen ein Bündnis zum Neubau eines eigenen Stadions. Der Weg war für die Arena in Fröttmanning war endgültig frei, als im Oktober 2001 eine überwältigende Mehrheit der Münchner bei einem Bürgerentscheid dem Bau zustimmte.
Arena schon komplett abbezahltAm 21. Oktober 2002 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung. In Rekordzeit wuchs die Allianz Arena. Nach nicht einmal drei Jahren Bauzeit war eines der beeindruckendsten Stadien der Welt fertig. Am 31. Mai 2005 empfing der FC Bayern die deutsche Nationalmannschaft zum Eröffnungsspiel. Seitdem fanden jede Menge packende Fußballspiele in der mittlerweile 75.000 Zuschauer (70.000 in der Champions League) fassenden Arena statt, die praktisch bei jedem Bayern-Spiel ausverkauft ist. Und wer im Wohnzimmer der Bayern schon einmal ein K.o.-Spiel in der Champions League miterlebt hat, weiß, dass die rote Arena mit ihren drei Rängen im Inneren auch höllisch heiß werden kann.
340 Millionen Euro hat der Stadionbau gekostet. Ursprünglich war der Finanzierungsplan auf 25 Jahre ausgelegt. Es gelang aber, die Arena bereits nach neuneinhalb Jahren (2014) komplett abzubezahlen. Betreiber des Stadions ist die Allianz Arena München Stadion GmbH, die anfangs jeweils zu 50 Prozent dem FC Bayern und dem TSV 1860 gehörte. Aufgrund finanzieller Probleme des Gesellschafters TSV 1860 verkauften die Blauen 2006 ihre Anteile an den FC Bayern, der seitdem alleiniger Eigner der Stadiongesellschaft und somit der Allianz Arena ist.
Weitere Informationen zur Allianz Arena finden Sie hier. |